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FAQs - Häufig gestellte Fragen zu Schülerverkehr

Wie sicher ist der Omnibus?
Der Omnibus ist mit Abstand das sicherste Verkehrsmittel im öffentlichen Raum. Selbst Radfahrer und Fußgänger können in punkto Sicherheit im öffentlichen Straßenverkehr nicht mit dem Bus mithalten. Weitere Infos zum Thema Bussicherheit finden Sie im Internet unter www.busstop.de.

Reicht eine Kopie meiner Fahrkarte oder muss ich das Original dabei haben?
Die Fahrkarte ist NUR IM ORIGINAL gültig! Bitte daher immer Originalfahrkarte mitführen.  Teilweise muss die Monatsfahrkarte auch unterschrieben sein.

Wie finde ich meinen Fahrplan?
Am einfachsten ist der Erwerb eines Fahrplanbuchs für Ihre Region jährlich im Dezember. Aktuelle Änderungen z.B. wegen Straßenbaumaßnahmen werden in der Presse und im Internet veröffentlicht. Bei Fragen hierzu am besten das jeweilige Verkehrsunternehmen oder den Verbund kontaktieren.
Was ist ein Schulwegplan?
Der Schulwegplan zeigt Ihnen, wie Ihr Kind am sichersten die Schule erreicht. Er macht deutlich,
- welche Wege unter den aktuell gegebenen Bedingungen die sichersten sind,
- an welchen Stellen besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist und
- jene Gefahrenstellen, die möglichst gemieden werden sollten.
Der Schulwegplan wird zwischen der jeweiligen Stadt/Gemeinde und der dortigen Grundschule erstellt. Bitte fragen Sie die zuständige Grundschule oder in Ihrem Rathaus/Ordnungsamt bzw. bei der Verkehrsbehörde nach dem Schulwegplan.
Die Erstellung von Schulwegplänen und Schulwegempfehlungen ist in Baden-Württemberg nicht bindend vorgegeben. Solche Pläne werden aber empfohlen und liegen daher in den meisten Kommunen vor. Die Schulwegpläne bzw. Schulwegempfehlungen werden gemeinsam zwischen Schulen, Straßenverkehrsbehörden und der Polizei abgestimmt und aktualisiert. Eltern und Schulen sind dabei aufgefordert, entsprechende Empfehlungen vorzulegen.
Infos zur Mobilitätserziehung finden Sie im Internet unter www.busstop.de.
Ist mein Kind im Falle eines Unfalles versichert?
Der Weg zu und von der Schule oder dem Ort, an dem die Schulveranstaltung stattfindet, wird über den Umfang der gesetzlichen Schülerunfallversicherung (Unfallkasse Baden-Württemberg) abgedeckt. Dies gilt unabhängig davon, wie diese Wege zurückgelegt werden (mit dem Bus, zu Fuß, mit dem Fahrrad). Weitere Infos hierzu finden Sie unter www.uk-bw.de bzw. im Infoflyer der Unfallkasse.
Wann ist Fahrplanwechsel?
Die Fahrplanwechsel sind im Schieneverkehr europaweit harmonisiert worden und finden Mitte Dezember eines Jahres statt.
Was ist ein freigestellter Schülerverkehr?
Unter einem freigestellten Schülerverkehr versteht man die für Schülerinnen und Schüler unentgeltlich durchgeführte Beförderung zum und vom Unterricht. Ein freigestellter Schülerverkehr muss immer dann vom Schulträger eingerichtet werden wenn für die Schülerin oder für den Schüler keine andere Möglichkeit besteht zum Unterricht zu kommen. Dies ist z. B. der Fall, wenn keine öffentliche Linie existiert und aus wirtschaftlichen Gründen nicht eingerichtet werden kann. Ein freigestellter Schülerverkehr wird außerdem notwendig, wenn die Beförderung mit der öffentlichen Linie nicht möglich ist. Letzteres ist z. B. der Fall, wenn eine körperliche Behinderung der Schülerin, des Schülers gegeben ist.
Warum wird nicht für jede Schule ein freigestellter Schülerverkehr eingerichtet?
Laut Landesgesetzgeber darf der Schulträger überall dort keine freigestellten Schulbusse einsetzen, wo zu Schulanfangs und -schlusszeiten öffentliche Nahverkehrslinien existieren. Die sogenannten Parallelverkehre dürfen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht eingerichtet werden; zudem enthalten viele Nahverkehrspläne hierzu Vorgaben.
Was sind zumutbare Fahrt- und Wartezeiten?
Die Frage der Zumutbarkeit wird mit Hilfe von internen Kriterien beurteilt. Diese dienen jedoch nur zur Orientierung, eine Beurteilung dieser Frage nach stets einheitlichen Kriterien ist nicht immer möglich.
Für die Beurteilung sind die besonderen regionalen Bedingungen unter Berücksichtigung des Alters der Schülerinnen und Schüler, der Ausgestaltung der Verkehrsangebote, der Verkehrsverhältnisse, besondere Gefährdungen, die
zeitlichen Inanspruchnahme durch Fahrt- und Wartezeiten, die Dichte des Schulangebotes und andere Kriterien maßgeblich.
Die Ausgestaltung darf die Interessen des Gesamtverkehrs nicht verletzen. Die Planungen von Bund, Ländern und Gemeinden sind auf die Sicherung und Stärkung des öffentlichen Personenverkehrs gerichtet. Damit wäre z. B. die Einrichtung eines Schulbusverkehrs trotz des Bestehens öffentlicher Linien nicht vereinbar.
Müssen die Busunternehmen auch bei Schnee und Eis fahren?
Die Entscheidung darüber, ob der für die Beförderung bereit gestellte Bus bei schlechten Witterungsverhältnissen wie Schnee und Glätte eingesetzt wird, obliegt aus Gründen der Sicherheit und der Verantwortung für die Fahrgäste dem Busunternehmen.
Selbstverständlich ist der Schulträger in solchen Fällen in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Beförderungsunternehmen bemüht, für einen reibungslosen und sicheren Ablauf der Beförderung zu sorgen bzw. die notwendigen Schritte hierfür einzuleiten. In jedem Fall ist in solchen Fällen die Schule von dem Beförderungsunternehmen zu informieren. Diese wird dann die Schüler/innen informieren.
Wie wird die Fahrtkostenerstattung beantragt?
Den Antrag auf Übernahme der Beförderungskosten erhalten die Schüler im Sekretariat der besuchten Schule. Der vollständig ausgefüllte Antrag ist im Schulsekretariat abzugeben. Die Schule prüft die Angaben, bestätigt den Schulbesuch und sendet den Antrag an das jeweilige Landratsamt.
Welche Kosten werden erstattet?
Im Regelfall der günstigste Tarif der öffentlichen Verkehrsmittel. Es besteht kein Anspruch auf Benutzung eines bestimmten Verkehrsmittels.
Wann und wie viel wird erstattet?
Die nachgewiesenen notwendigen Beförderungskosten werden auf Antrag (Erstattungsantrag) jeweils rückwirkend erstattet. Wann und wie viel erstattet, wird ist abhängig von der Satzung des jeweiligen Landkreises.
Muss ich Änderungen (Schul-, Schulform- oder Wohnungswechsel) mitteilen?
Ja. Die Entscheidung über die Gewährung von Schülerbeförderungskosten erfolgt aufgrund der im Grundsatzantrag gemachten Angaben. Bei Änderungen (Schul-, Schulform- oder Wohnungswechsel) muss ein neuer Antrag gestellt werden bzw. eine Abänderung des ursprünglichen Antrages erfolgen.
Warum bekomme ich nur in Ausnahmefällen PKW-Kosten erstattet?
Sofern öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden können, entfällt aus wirtschaftlichen Gründen bei Nutzung des PKW jeder Anspruch auf Kostenerstattung. Es gibt keinen Anspruch auf Erstattung der fiktiv bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel entstandenen Fahrtkosten.
Warum kann es zu Schuljahresbeginn zu Kapazitätsproblemen kommen?
Um Kapazitätsprobleme zu Schuljahresbeginn zu vermeiden, ist ein guter Informationsfluss zwischen den Schulen, den Städten/Landkreisen und dem Busunternehmen notwendig. Wichtigstes Kriterium sind die "Fahrschülerzahlen", die für die Planung benötigt werden. Hier kann es zu Problemen kommen, wenn sich Schülerinnen und Schüler an mehreren weiterführenden Schulen gleichzeitig oder an den Schulen verspätet anmelden.
Aus diesem Grund findet in der Regel ein Informationsaustausch zwischen den Beteiligten (Busunternehmen, Vertretern der Schulen, Elternbeiräten usw.) statt, um Probleme, kurzfristig auftretende Änderungen (wie z. B. bewegliche Ferientage), und Wünsche in der Schülerbeförderung rechtzeitig erörtern und abstimmen zu können.
Wann ist der Ausschluss eines Schülers aus der Busbeförderung erlaubt?
Im Einzelfall ist die/der Busfahrer/in befugt, Schüler nach vergeblicher Ermahnung von der Beförderung auszuschließen, wenn dies zwingend erforderlich ist, um die Sicherheit und Ordnung während der Fahrt aufrechtzuerhalten. Dies darf nur an Haltestellen und dann geschehen, wenn eine Gefährdung der Schüler nicht zu erwarten ist. Bei Schülern von Grundschulen sollte grundsätzlich von solchen Maßnahmen abgesehen werden. Beispiele für Verhaltensfälle, die zum Beförderungsausschluss berechtigen, sind:
- erhebliche Gefährdung oder Belästigung des Fahrers und der mitfahrenden Schüler,
- Beschädigung des Fahrzeuges,
- eigenmächtiges Öffnen der Türen während der Fahrt,
- aus dem Fahrzeug werden Gegenstände geworfen oder herausgehalten.
Die Vorfälle müssen umgehend der Schule gemeldet werden.
Gelten für die zur Schülerbeförderung eingesetzten Kraftomnibusse und Kleinbusse spezielle Anforderungen?
Ja, hier gilt der Anforderungskatalog für Kraftomnibusse und Kleinbusse, die zur Schülerbeförderung besonders eingesetzt werden. In dem Anforderungskatalog werden die technischen Anforderungen und die Ausstattung der Kraftfahrzeuge, der Betrieb der Kraftfahrzeuge sowie die Überprüfung und Kontrollen geregelt.
Wann ist ein Bus überfüllt?
In Schulbussen dürfen nur so viele Personen befördert werden, wie dies im Fahrzeugschein ausgewiesen ist. Die Personenzahl umfasst sowohl Sitz- als auch Stehplätze. Die nicht als Stehfläche erlaubten Plätze müssen als solche ausgewiesen sein. Hierzu zählen z. B. die Trittstufen der Ein- und Ausstiege. Die zugelassene Fahrgastanzahl kann jeder Fahrgast an einem Schild ablesen, welches im Fahrzeug vorne beim Fahrer angebracht ist. Trotz Einhaltung dieser Vorgaben werden Schulbusse hin und wieder von Eltern und Schülern als überfüllt empfunden. Man muss jedoch bedenken, dass die Busse in der Regel nicht für den gesamten Fahrtweg, sondern nur für einen Teilabschnitt mit der maximal zugelassenen Personenanzahl besetzt sind. Die gewünschte Sitzplatzgarantie ist von den Kommunen leider nicht finanzierbar. Alle Busse im Linienverkehr, bei denen auch die Stehplätze in Anspruch genommen werden, dürfen maximal 60 km/h fahren. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Linienverkehr außerhalb geschlossener Ortschaften auf Landstraßen beträgt für Kraftomnibusse 80 km/h, wenn für alle Fahrgäste Sitzplätze zur Verfügung stehen.
Ich habe etwas im Bus vergessen. Wo kann ich nach Fundsachen fragen?
Einfach beim Busunternehmen anrufen und nachfragen. In der Regel werden die Fundsachen beim befördernden Busunternehmen aufbewahrt, aber auch hier gibt es Unterschiede abhängig von der Organisation des Schülerverkehrs.